Pressestimmen


Kölnische Rundschau, 12. Juni 2004

Mit Mut und dem richtigen Draht

Bürgergesellschaft Thielenbruch zeichnete Kardinal Lehmann aus

„In und um Köln geht doch nichts über die richtigen Beziehungen im richtigen Moment“, stellte Jan Patzer von der Bürgergesellschaft Thielenbruch fest und vermutete: „Der Himmel hat weisungsgemäß die Schleusen geschlossen.“ Manch einer der Gäste hatte noch kurz zuvor am guten Draht von Kardinal Karl Lehmann zu Petrus gezweifelt. Der war in den Garten von Jan Patzer geladen,wo ihm die Bürgergesellschaft ihren Orden für „Zivilcourage und Charakter“ verleihen wollte.

Mit Kuchenbüfett, Kunst-Ausstellung, Walzer-Musik und Chorgesang der „Kölner Kurrende“ war alles auf einen „erlesenen Nachmittag“ ausgerichtet, doch das Wetter war alles andere als erlesen: Während die Gesellschaft gespannt wartete, mussten die großen Sonnenschirme zu Regenschirmen umfunktioniert werden. Doch als der Kardinal dann eintraf, hörte der Regen schlagartig auf.

Die Bürgergesellschaft Thielenbruch verleiht den Orden für „Zivilcourage und Charakter“ regelmäßig an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. „Wir wollen Kardinal Lehmann für seine couragierte Position und seinen Einsatz für die Menschen danken und ehren“, sagte der Vorsitzende der Bürgergesellschaft, Klaus Herre. Und auch Ex-Bundesminister Dr. Heiner Geißler war in seiner Laudatio voll des Lobes für Lehmanns Freimut gegenüber dem Papst: „Sie sind ein Theologe der Mitte und ein Glücksfall für die deutschen Katholiken.“ Der Einsatz für ausgegrenzte Menschen ziehe sich wie ein roter Faden durch seine Arbeit. „Kardinal Lehmann ist Vorbild in seinem Denken, Reden und Handeln“, so Geißler.

Der Geehrte blieb bescheiden. „Das habe ich nicht verdient“, sagte der Kardinal. „Wenn ich mich frage, ob ich kritisch und couragiert genug bin, gibt es oft genug Fehlanzeigen. Ich komme mir gar nicht so mutig vor.“ (nab)