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Rezension des "Deutschen Requiems" vom 01.11.2002 in der St. Agnes Kirche aus der Kölnischen Rundschau:
Kölnische Rundschau, 6. November 2002
Von erhabener Schönheit von Peter Reichelt
Das mächtige Häuflein Bayer-Philharmoniker und die Kölner
Kurrende präsentierte jetzt in der überfüllten Agnes-Kirche
das "Deutsche Requiem" von Brahms. Abgesehen von der starken
Anziehungskraft, die Aufführungen gerade dieses Werks schon seit
Generationen auf Musikliebhaber ausüben, fragte man sich
unwillkürlich, welcher Teil der Mitwirkenden - Soli, Chor oder
Orchester - noch als Publikumsmagnet gewirkt haben könnte?
Am Ende war es freilich klar - den Bayer-Philharmonikern konnte diese Rolle wohl nur bedingt zugesprochen werden. Denn da lag einiges im Argen. Besonders die Hörner, Posaunen, Tuba und die gesamte Bassgruppe der Streicher hatten offenbar nicht ihren besten Tag. Nicht nur die große Schlussfuge des 3. Teils büßte damit einiges von ihrer erhabenen Schönheit ein. Mehr als einmal erwies sich Michael Reif als Retter in der Not, wenn er mit der ruhigen Hand des Chorleiters so manche Klippe meisterte, an welcher andere, weniger besonnene Dirigenten an diesem Abend zum Scheitern verurteilt gewesen wären. Mit Ulrike Staude (Sopran) und Thomas Laske (Bariton) standen zudem zwei stimmschöne Solisten zur Verfügung, die nicht wenig zum Gelingen des 3., 5. und 6. Teils beitrugen. Was diese Aufführung jedoch Beglückendes hatte, verdankte sie der Kölner Kurrende. Ein großes, uneingeschränktes Lob für die Damen und Herren des Chores, das man für die Männerstimmen vielleicht nur noch bekräftigen sollte. Sie waren wenige und trotzdem unüberhörbar. Den Tenören hätten eigentlich Kusshände zufliegen müssen, so vernehmlich und richtig klang's allezeit aus der Mitte ihres mächtigen Häufleins.
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