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Rezension der Philharmonischen Chornacht vom 25.05.2007:
Kölner Rundschau, 29. Mai 2007
Elfenlied und Feuerreiter
Acht Ensembles luden zur "Romantischen Chornacht"
[jz] - Seit 1994 machen Kölns Laiensänger im Arbeitskreis Kölner Chöre
gemeinsame Sache bei der Überwindung dessen, was sie existentielle
Schwierigkeiten nennen. Im Klartext: Man geht sich organisatorisch zur
Hand, trägt gemeinsam Finanzrisiken und betreibt eine Konzertreihe in
der Philharmonie. Deren diesjährige Auflage war nun am Freitag als
"Romantische Chornacht" zu erleben.
Hätte jeder Mitwirkende nur einen Angehörigen ins Publikum gesetzt, es
wäre noch ein ganzes Eckchen voller gewesen. Auch wenn die
Organisatoren nicht müde werden, den kooperativen Aspekt ihres
Projektes zu betonen - wenn sich acht Chöre nacheinander die Bühne
teilen, wird kaum jemand behaupten, keine Qualitätsvergleiche unter
ihnen anstellen zu wollen. Nicht ganz ideal kamen der Rheinische
Kammerchor Köln, Oratorienchor Köln und KölnChor dabei weg, deren
sängerische Leistungen unter der üppigen Orgelbegleitung häufig kaum
auszumachen waren.
Den Glanzpunkt der ersten Konzerthälfte setzte die Kölner Kurrende mit
Brahms' Liebesliedern op. 52, in einer nur schwer verbesserbaren
kammermusikalischen Vitalität. Nach der Pause kam der Philharmonische
Chor mit Ernst Tochs Sprachfuge wieder gut in Fahrt, nachdem seiner
Brahms-Auswahl zuvor peu à peu etwas die Puste ausging. Was sich aus
Brahms machen lässt, hörte man danach dann noch mal von der
Kartäuserkantorei, in ihrer fabelhaft klaren Diktion und stimmlichen
Beweglichkeit fraglos eine der Kostbarkeiten des Abends.
Der Bach-Verein hat Hugo Wolfs Elfenlied angesichts seiner
Besetzungsstärke mit bemerkenswerter Durchsichtigkeit gesungen und
Wolfs sängerisch anspruchsvollen "Feuerreiter" mit großer Suggestionskraft
ausgestattet. Danach zeigte sich der Rodenkirchener Kammerchor den technischen
Anforderungen von Dvoráks mährischen Klängen op. 32 zwar gewachsen,
allerdings hätte ihnen ein bisschen mehr Temperament gut gestanden. Zu
guter letzt sangen alle mit dem Publikum gemeinsam Max Regers Satz des
"Abendliedes". Ein hübscher Schluss.
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