Pressestimmen


Rezension des Weihnachtskonzerts vom 15.12.2007:

Kölner Rundschau, 29. Dezember 2007, Ressort KÖKU

Weihnachtliches ohne Fehl und Tadel

Die Kölner Kurrende präsentierte in St. Aposteln ein attraktives Programm

von JOHANNES ZINK

Der Kirchenraum von St. Aposteln hätte doppelt so groß sein können - auch dann wären die Sitzplätze knapp geworden. So wurden kurz vor Beginn des vorweihnachtlichen Chorkonzertes der Kölner Kurrende noch emsig Stühle für das unablässig strömende Publikum herbeigeschafft.

Wenn man das übliche Quantum an Verwandtschaft abzieht, das Chöre zu solchen Konzertveranstaltungen zu mobilisieren pflegen, bleibt immer noch eine stattliche Anzahl Konzertgänger übrig. Solch öffentliches Interesse ist wenig verwunderlich: Die noch vergleichsweise junge Kölner Kurrende gehört unbestreitbar zu den Spitzenchören der Domstadt.

Seinem guten Ruf ist das von Michael Reif geleitete Ensemble auch in dieser Aufführung wieder gerecht geworden. Es macht einfach immer wieder Spaß, einen Chor auf so hohem gestalterischen Niveau zu hören, mit glasklarer Diktion und vorzüglicher Intonationssicherheit. Besonders ist es die emotionale Beteiligung der Sängerinnen und Sänger, die sich ein ums andere Mal vermittelt.

Dazu kam die attraktive Programmauswahl, die Reif für St. Aposteln getroffen hatte mit Saint-Saëns´ "Oratorio de Noël" und dem "Magnificat" von Johann Sebastian Bach und dazwischen Debussys Tänze für Harfe und Streichorchester.

Solide Solisten

Die lagen mit ihrer etwas nach heidnischer Antike klingenden Ton thematisch zwar etwas neben der Spur. Was die Musik jedoch nicht hässlicher macht, zumal wenn sich jemand wie Ute Blaumer als Solistin darum kümmert. Dass Jutta Potthoff kurzfristig für die erkrankte Sopranistin Nadine Balbeisi eingesprungen ist, ist das Aufregendste, was es über die Vokal-Solisten zu sagen gibt. Alle haben ihre Partien solide abgearbeitet, nicht mehr, nicht weniger. Die instrumentale Unterstützung lieferte das Neue Rheinische Kammerorchester, bis auf den kleinen Fehlstart des Continuo im "Magnificat" ohne Fehl und Tadel. Ein schönes Konzert.