Die Geschichte der Kölner Kurrende


Der Chor wurde 1970 von Elke Mascha Blankenburg in Köln-Dellbrück gegründet und bestand zunächst als Kinder- und Jugendchor innerhalb der evangelischen Christusgemeinde in Köln-Dellbrück, wo Elke Mascha Blankenburg eine Anstellung als Kantorin inne hatte. 1974 wurde die Kölner Kurrende ein gemischter Chor und trat mit Werken der a-cappella-Literatur von der Renaissance bis zur Avantgarde und den großen Oratorien der Musikliteratur an die Öffentlichkeit. Hierzu gehört als ein Schwerpunkt die Aufführung der Werke von Komponistinnen. Die Entdeckung des Autographs von Fanny Mendelssohn-Hensel Oratorium nach Bildern der Bibel durch Elke Mascha Blankenburg führte 1984 zur Uraufführung dieses Werkes durch die Kölner Kurrende. Als weitere Kompositionen von Fanny Mendelssohn-Hensel wurden ihre Gartenlieder erarbeitet. Kantaten von Marianna Martinez, einer Haydn-Schülerin, folgten ebenso wie Werke von Lili Boulanger, die erstmals durch die Kölner Kurrende in der Kölner Philharmonie erklangen.

Im Jahr 1990 erfolgte die Loslösung von der evangelischen Christus-Gemeinde in Köln-Dellbrück und die Gründung des Vereins Kölner Kurrende e.V als freier Konzertchor unter der Leitung von Elke Mascha Blankenburg. 1986 war die Kölner Kurrende am Eröffnungskonzert der Kölner Philharmonie gemeinsam mit 5 Kölner Chören beteiligt. Seit dieser Zeit tritt der Chor regelmäßig in der Kölner Philharmonie auf und wurde dann auch bald Mitglied im Arbeitskreis Kölner Chöre.

Gefördert durch den Deutschen Musikrat bereiste die Kölner Kurrende im April 1997 mit Händels Alexanderfest und einem a-cappella-Programm die Baltischen Staaten. 1998 fand eine Konzertreise in die Toskana statt. 1999 übernahm die Kölner Kurrende die Chorpartien für die WDR Hörspielreihe Die Säulen der Erde nach einem Roman von Ken Follett.

Im Februar 2000 wurde Michael Reif zum künstlerischen Leiter der Kölner Kurrende gewählt.
Seinen Einstand gab er im März 2000 mit den Exequien von Heinrich Schütz im Altenberger Dom. Es folgten im Sommer 2000 eine Aufführungen der Liebesliederwalzer Op.52 von Johannes Brahms, sowie eine Kölner Erstaufführung der Lenz- und Liebeslieder, Op.72 des Schweizer Komponisten Hans Huber. Im Bach-Jahr 2001 führte die Kurrende das Weihnachtsoratorium in der Kölner Philharmonie sowie die Johannes-Passion im Altenberger Dom mit großem Erfolg auf.

In verstärktem Maße widmet sich die Kölner Kurrende inzwischen der a-cappella-Musik. So konnte ein neues Programm erarbeitet werden, in dem die Chorliteratur des 20. Jahrhunderts einen großen Teil einnimmt. Erste Teile des neuen Programms erklangen im Dezember 2001 beim Weihnachtssingen Kölner Chöre in der Philharmonie, einer Veranstaltung des Arbeitskreises Kölner Chöre. Seitdem findet pro Jahr mindestens ein a-cappella-Konzert in einer Kölner Kirche statt, z.B. in St. Aposteln oder in St. Severin.

Als Werke der Oratorienliteratur standen in 2002 Ein Deutsches Requiem von Johannes Brahms und in 2003 die Matthäuspassion von J.S. Bach auf dem Programm. Am 25. Januar 2004 führte die Kölner Kurrende Die Schöpfung von Josef Haydn in der Kölner Philarmonie auf. In 2004 folgten diverse interessante Projekte u.a. mit dem jungen Kölner Komponisten Markus Schmickler, der Teilnahme am Kölner Chrofestival mit dem Requiem von Brahms in der Klavierfassung und dem Magnificat von John Rutter kurz vor Weihnachten.

In 2005 hat sich die Kurrende zunächst der a-cappella-Musik mit dem schon traditionellen Konzert in St.Severin gewidmet und hat im Oktober das Requiem von Luigi Cherubini in der Kölner Philharmonie aufgeführt. Das Jahr wurde mit einem Weihnachtskonzert abgeschlossen, welches auch im Kölner Lokal-Fernsehen center.tv übertragen wurde. Einen Mitschnitt des Konzertes können Sie hier herunterladen (ca. 250 MB)

Im Jahr 2006 hat die Kölner Kurrende mit drei Konzerten wieder verstärkt der a-cappella-Musik an verschiedenen Konzertorten im Rheinland ihre Aufwartung gemacht. Das Konzertjahr hat das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach in der Kölner Philharmonie abgeschlossen. Das Konzert fand vor ausverkauftem Haus statt, wofür wir uns bei allen Besuchern herzlich bedanken.

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